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Herzlich Willkommen in der Selene's Pension am Bafa-See!
Diese Region mit ihrer 2000 Jahre alten Geschichte war einst die
Heimat des berühmten Philosophen Heraklit. |
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Der Reisende, der von
Izmir nach Bodrum
fährt,
sieht die ruhige Schönheit des Bafa-Sees und seiner Umgebung. Diese
stille Region mit ihrer einmaligen Landschaft ist nur 40 Minuten von Bodrum entfernt, war einst
der Sitz antiker Kulturen und wird langsam als
außergewöhnliche Sehenswürdigkeit bekannt, nachdem sie
jahrhundertelang in Vergessenheit geraten war. Der Bafa-See und seine Umgebung
sind
das Zuhause antiker Legenden und es fällt nicht schwer, sich von der Natur bezaubern zu lassen. Historische Zeugnisse
künden von verschiedenen alten Zivilisationen in der
Umgebung des Bafa-Sees, die auf eine Geschichte von 2000 Jahren
zurückblickt.
Ursprünglich hieß die Stadt Herakleia Latmos, benannt
nach dem
Latmos-Gebirge, dem heutigen Beþparmak-Gebirge (beþ parmak = fünf
Finger wegen der fünfzackigen Silhouette). Erste Besiedlungen
stammen vermutlich aus der Steinzeit; Zeugen sind die Felsmalereien,
die erst 1994 in der Umgebung des Bafa-Sees entdeckt wurden. Im 5.
Jahrhundert v. Chr. gehörte die ehemalige karische Stadt dem
Delischen Seebund an, im 4. Jahrhundert v. Chr. eroberte Mausolos,
König von Karien,
die Stadt,
baute sie zu einer wehrhaften Festung aus und benannte sie in Herakleia um.
Das Meer mit dem großen Latmischen Meerbusen bildete einst die
Hauptverkehrsroute für den Transport zwischen den antiken Städten
und verband Söke mit Milas und Bodrum. Durch die Verlandung des antiken Mäander wurde das ägäische Meer vom Latmischen Meerbusen getrennt und
im Laufe der Zeit entstand der Bafa-See. Der heutige Bafa-See war einst
ein Meer mit einer Küste, an der sich Spuren vergangener (Hafen-)Städte
befinden, die dieses Naturphänomen
bezeugen.
Auch die folgende Legende aus der griechischen Mythologie hat hier ihren Ursprung: Der Schäfer
Endymion war fasziniert von der Schönheit der Mondgöttin "Selene" in
den Ausläufern
des Beþparmakgebirges (des antiken Latmos). Das Dorf Kapýkýrý und die antike
Stadt Herakleia befinden sich am Fuße dieses Gebirges. Betrachtet
man den Sonnenuntergang vom Turm der byzantinischen Burg im Dorf
Kapýkýrý, kann man die alten Legenden der
griechischen Mythologie erahnen. Die Häuser
und Relikte des antiken Herakleia aus der Karischen Epoche befinden
sich zum Teil in den Gärten
und Gemäuern
der heutigen Häuser
von Kapýkýrý. Das Dorf selbst scheint ein Relikt der Vergangenheit
zu sein, so ruhig und
verschlafen liegt es am Fuße des antiken Latmos.
KLÖSTER
Die Insel Ikizce ist mit dem Festland durch eine Sanddüne
verbunden, auf der sich ein Byzantinisches Kloster und ein Attischer Tempel befindet. Der Tempel wurde in beiden Architekturstilen - im
dorischen und ionischen Baustil - gebaut und ist noch gut
erhalten.
In dieser Gegend breitete sich das Christentum früh aus und Herakleia erlebte unter
byzantinischer Herrschaft vom 7. bis 13. Jahrhundert eine zweite
Blüte. Im Gebirge des antiken Latmos entstanden zahlreiche Klöster
und Einsiedeleien; seit dem 7. Jahrhundert ließen sich hier
christliche
Mönche und Einsiedler nieder, unter anderem aus dem Jemen und vom Sinai. Heute sind noch 13 Klöster und
zahlreiche Eremitenhöhlen
erhalten, bemalt mit Fresken,
die das Leben Jesu Christi, der Jungfrau Maria und vieler Heiliger
wiedergeben.
Der
prominenteste Einwohner war wohl Paulus der Jüngere.
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